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Die Persönlichkeit mit Disziplin verändern – der Irrglaube über bewusste Verhaltensänderungen 

Immer wieder hört man die Frage: Wie kann ich meine Persönlichkeit verändern?

Ich bin nicht so, wie ich in Wirklichkeit bin oder sein möchte, ich mag mich nicht! Ich habe zu viel Angst, bin zu unsicher, fühle mich blockiert. 

Die eine findet sich zu dick, der andere zu dünn….Und alle möchten irgendwie anders werden – aber wie?

Wohlmeinende Zeitgenossen geben uns Empfehlungen: programmiere dich um, verändere dein Verhalten, dein Aussehen.

Wenn das so einfach wäre! Nimm 20 kg ab, eine neue Frisur würde dich viel selbstbewusster machen, eine flottere Garderobe wäre gut, denn Kleider machen Leute. Du solltest Sport treiben und einen Kurs in Rhetorik besuchen…. An schlauen Ratschlägen mangelt es wahrhaftig nicht, aber leider ist gestaltet sich die Umsetzung gar nicht einfach!

Denn die Persönlichkeit ist die Summe aller Ereignisse und Geschehnisse unseres Lebens. Wenn ich dieses Tau nehme, dann siehst du die Schnittstelle hier oben, sie bildet sozusagen deine Persönlichkeit. Das Tau ist handgeschnitten, und die Schnittstellen sind bei jedem Tau, bei jedem Schnitt anders, individuell, von der Geschichte des Einzelnen geprägt. Also von allen Ereignissen und Erlebnissen deines Lebens, von allem was dir je zugestoßen ist.

Diese Schnittstelle ist ein Bild für: Körper, Geist, Seele, Bewusstes und Unbewusstes, die als Team mit einander arbeiten. 

Das Tau selbst setzt sich zusammen aus allem, was bisher in deinem Leben geschehen ist, aus allen Ereignissen, Wahrnehmungen, Erfahrungsinhalten und Gefühlen. Wie du siehst, verästelt sich jeder Strang des Taus bis in winzigste Fasern und Fäserchen.

Die sind schon fast nicht mehr sichtbar, was aber nicht bedeutet, dass sie unwichtig sind. Alles zählt! – und es gruppiert und strukturiert sich fortwährend. – Wenn also dieses Team einen guten Job macht, dann kann es erfolgreich sein und im Spiel des Lebens gewinnen.

Ich kann mir jetzt natürlich sagen: okay, ich werde jeden Tag weniger essen und ich fange an, Sport zu treiben. Aber möglicherweise gelingt es mir damit nur, mein Problem irgendwie mühsam im Griff zu halten. Es ufert vielleicht, wenn ich mich sehr anstrenge, nicht noch weiter aus. Ich halte es also ganz angestrengt fest! Und für eine gewisse Zeit schaffe ich es auch, ich bin diszipliniert und arbeite hart an mir, um meine Persönlichkeit auf der Verhaltensebene zu verändern.

Der innere Schweinehund wird gefangen und in Ketten gelegt, der Maulkorb verhindert auch für eine Weile weiteres unerwünschtes Verhalten. Aber schon die nächste kleine Krise, bringt meine eiserne Disziplin zum Einsturz, die Kühlschranktür öffnet sich wie von selbst und meine Diät endet hier schlagartig…..(findet ein abruptes Ende)

Warum passiert uns immer wieder das Gleiche und wiederholt sich in regelmäßigen Abständen?

Es liegt daran, dass es für mein „problematisches Verhalten“, wenn wir es einmal so nennen wollen, einen Grund gibt. Die Probleme entstehen ja nicht aus dem Nichts. Und der Grund ist tief im Netzwerk unseres Gehirns abgespeichert.

Nicht etwa da oben, in der kognitiven bewussten Ebene mit unserer modernen Sprache, die erst ca. 100.000 Jahre alt ist. Nein, der Grund liegt hier unten, im neuronalen System, und das ist ca. 350 Millionen Jahre alt. Und was hat da nun wohl mehr Macht über uns? Natürlich, dieser uralte Teil.

Das disziplinierte Bewusstsein erhebt sich gerne über das Unbewusste und verkündet selbstsicher:

hey, ICH bin hier der Chef an Bord! … Aber jeder Angstpatient und jeder Mensch, der wiederholt mit seinen Prozessen, Therapien oder in anderen Bereichen gescheitert ist, weiß, dass das nicht stimmt. Sondern das irgendetwas in einem stärker ist als die größte Selbstdisziplin.

Es fühlt sich an, als ob du immer wieder eine schwere Kugel einen Berg hinaufrollst. Das ist sehr anstrengend, du bist schon ganz außer Puste und in Schweiß gebadet! Aber sobald du nur für einen kurzen Augenblick weniger Kraft aufwendest, rollt die Kugel wieder ins Tal, …und die Schokolade wird in einem Stück verspeist, denn jetzt kommt es ja eh nicht mehr drauf an!.

Deshalb müssen wir uns um das kümmern, was in uns so viel stärker ist, als unser bewusster Wille es sein kann! Alles andere ist nur diszipliniertes Verhalten, das man oft nicht durchhält. Und auf jeden Fall bleibt es schwierig, immer gegen diesen Sog anzukommen. Er entfesselt im Untergrund gewaltige Kräfte, um uns in alte Verhaltensweisen zurück zu ziehen.

Noch ein Jahr nach der Nikotinentwöhnung schnuppert man sehnsüchtig dem Zigarettenqualm hinterher und hat so große Lust aufs rauchen! Das Stück Kuchen in der Bäckerei lacht uns verlockender an denn je, beim bloßen Anblick läuft uns schon das Wasser im Mund zusammen.

Aber nein, das gönne ich mir jetzt nicht! Stattdessen werde ich ganz viel Sport treiben! …Es ist sehr schwer, diszipliniert zu bleiben: nicht in den Spielsalon zu gehen, mich an den Automaten zu setzen und ein Spielchen zu wagen. Natürlich würde ich nur eines machen, ich liebe ja meine Frau und möchte sie nicht verlieren. Aber trotzdem ist da diese starke Sucht…. nur ein einziges kleines Spielchen! – Meine Arme mit der Rasierklinge ritzen, nein, das will ich nicht mehr, das tue ich meinen Eltern nicht an! Aber es wäre so entlastend ….und das Gefühl ist doch da und so stark, fast wie ein Zwang! Das kommt doch irgendwo her ?-  Aber natürlich, das ist ganz richtig, denn alles ist eine Frage von Ursache und Wirkung – von nichts kommt nichts!

Da muss man also hin, an die Ursachen, an die Gründe, denn nur so kann man die Persönlichkeit wirklich und nachhaltig ändern. Allerdings ist das keine Sache von 1, 2, 3 Arbeitsstunden, es ist ein ganz individueller Prozess, also dauert er mal kürzer und mal länger. Immer genau so lange, wie du eben dafür brauchst. Wenn du es aber richtig anfängst, kannst du deine Persönlichkeit tatsächlich verändern! Beinahe hätte ich gesagt: komplett verändern, was aber nicht stimmt. Denn du bleibst ganz du selbst, aber du kannst die negativen, belastenden Anteile deiner Persönlichkeit loslassen und dich damit viel zufriedener, ausgeglichener und freier fühlen!

Innere  Störungen bremsen oder blockieren möglicherweise deine Selbstentwicklung. Mit Hilfe neurobiologischer Mediation, also innerer Konfliktbearbeitung, lassen sich viele Probleme lösen und Selbstentwicklung fördert dann die innere Lebendigkeit.

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